Totale PI* – PrintIdentität

In den vergangenen Jahren erschien eine Reihe von Beiträgen in Tageszeitungen, Anthologien und Internetformaten,
die sich mit Heinrich Dubel und seiner Arbeit beschäftigen oder sich auf diese beziehen. In den Texten wurde versucht,
Dubel zu beschreiben oder ankündigend zu benennen, seine Aktivitäten und Veröffentlichungen zu erfassen und/oder diese
in meist popkulturelle Kontexte zu stellen. Diese Kontextualisierung soll hier nicht weiter interessieren.

Stattdessen soll durch Fragmentierung der Texte, durch Sammlung und Neuorganisation der verwendeten Sätze, Feststellungen,
Fragen und Formulierungen die Dubelsche PrintIdentität (Totale PI*) isoliert und sichtbar gemacht werden.

Zudem werden handschriftliche, "falsche" oder fremde Elemente beigefügt, die sich eindeutig auf Heinrich Dubel beziehen.
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Heinrich Dubel ist …

Helikopterforscher, Ausstellungsmacher, > Gründer des Erratik Instituts Berlin, Leiter des Instituts für erratische Wissenschaften,
creador de Erratik Institut, auténtico contenedeor de ideas brillantes y perversas, responsable del bar-galeria Sniper y compilador de archivos psicotrónicos sobre cultura popular y subpopular, Berliner Künstler, Kunsthistoriker, eine Art > Vortragskünstler (aus Berlin), Hubschrauberforscher, Experte (der Täuschung), ein großer, stattlicher Mann, Berliner Barbetreiber, Schriftsteller, Korrektor, Schlussredakteur, freier Journalist, Verifikator, ehemaliger Student (der Physik und Philosophie), das X in irgendeiner Gleichung,
Bindeglied zwischen Jakob Böhme und Erich von Däniken, Hugo Ball und Fox Moulder, zwischen Gilles Deleuze und Guy Debord,
führender Theoretiker (der Erratik), Shooting Star und Enfant Terrible (der Wissenschaftswelt), Begründer (einer neuen Disziplin),
Pate im Naturkundemuseum Berlin (Linophryne lucifer Collett), Erfinder des Begriffes "Die geile Mucke der Elenden", Mitbegründer und Pressesprecher (des Kulturhauses Schwarzenberg in Berlin-Mitte), Sprecher der Monsterkünstler, spokesperson, Sprecher, Bart-Amateur, Gast-Experte, Gastgeber, Gast-Gastgeber, ein Medienstar, unkonventioneller, auch abseitig interessierter Forscher, ein junger Mann aus Niedersachsen, in Kapstadt geboren, der bekannte Hubschrauberfotograf H. Dubel, Hans Dubel, "Sehr geehrter Herr Dubul", Heinrich Dubbel, Heinrich Dübels, DJ Officer, Officer, Dr. Heinrich Dubel, the sinister Dr. Heinrich Dubel, der Autor

Heinrich Dubel ist zweimal, offenbar als Vater und Sohn, in der > Passagierliste der Uhland ("Ship Uhland") für die Passage
Bremen-New Orleans (Ankunft 16. Juni 1852) verzeichnet. (Position 266 und 270)


Is …

… one of those
… the perfect hysteric
… a cultural scientist
… among the most inspiring artists of 2007
… the mastermind of the theoretical superstructure of erratics since the early 80s
... one of Reboot’s favourite programme makers
... a German moustache expert, not a character, but a real person



Fragen/questions

Was macht ein Erratiker?
Wie sieht er sich selbst?
Gibt es so jemanden wirklich?
Was macht Hubschrauber so faszinierend, Herr Dubel?
Lassen sich Ereignisse herbeiforschen?
Haben sie schonmal über den Hubschrauber nachgedacht?
Was ist Erratik, Herr Dubel?

How does he see himself?
How does he differ fom the conventional scientist?



Dubel ...

… spielt eine Stunde lang immer wieder den Trance-Track "We Love Berlin" und zeigt dazu Wochenschauen aus dem Zweiten Weltkrieg.
… unterbreitet seinen Lesern ein faszinierendes Wahrnehmungsangebot der Welt als Manie und reales, verifizierbares Labyrinth.
… stellt Hubschrauber aus teils ungewohnten Perspektiven im groben Zeitungsraster vor und erreicht so ungewohnte Effekte.
… kann aus dem Stegreif einen Vortrag zur Ikonografie des Helikopters in der jüngeren Kunstgeschichte halten.
… erörtert einige Aspekte der technischen und mythischen Entwicklung des beweglichsten aller Fluggeräte.
… schrieb kurze Clubsteckbriefe und notierte Eingebungen und Statements der Besucher.
… eilt der Ruf voraus, einen neuen Typus von Wissenschaftler geschaffen zu haben.
… thematisiert Mythen und Verwerfungen populärer Kultur- und Musikgeschichte.
… legt jetzt eine überarbeitete und erweiterte Ausgabe seiner Besessenheit vor.
… hat sich mit der Verwendung von Helikoptern zu Kriegszwecken befasst.
… weiß seitdem, dass er und der Helikopter untrennbar verbunden sind.
… präsentiert die Ergebnisse seiner umfangreichen Untersuchungen.
… steht zweifellos in der Tradition der originären "Selbstdenker".
… gründet in Berlin das Institut für erratische Wissenschaften.
… stellt die neuesten Erkenntnisse im Rahmen einer Gala vor.
… stellt sein Leben in den Dienst der Hubschrauberforschung.
… lädt den Prinzen von Wales zur Ausstellungseröffnung ein.
… hat das Institut für erratische Wissenschaften gegründet.
… gibt sich nicht mit kleinlichen Geschmacksfragen ab.
… kann auf Anhieb rund dreißig Musikvideos nennen.
… stellt die lustigsten Schmuddelbilder in die Galerie.
… lädt ein zur Helikopter-Revue mit Musik und Tanz.
… wertet Handschriften von Drogensüchtigen aus.
… las die Meldung in der Zeitung und hob sie auf.
… versteht sich als Künstler und Wissenschaftler.
… machte den realen Colonel Stockton ausfindig.
… bezeichnet Wissenschaftsrichtung als Erratik.
… hat Eins A Live-Improvistations-Qualitäten.
… fragt nach Motivation der Provokation.
… blickt durch gelbgetönte Brillengläser.
… gibt den glamy Fake-Wissenschaftler.
… fotografiert die pubertäre Ausgeburt.
… singt krachige Hubschrauber-Lieder.
… ist über das Zeitungsfoto gebeugt.
… hat den ersten Hinweis gefunden.
… ist in Büchern fündig geworden.
… beschreibt sein Erlebnis später.
… kennt so ziemlich alle Modelle.
… nennt sein Fachgebiet Erratik.
… prophezeit mit fester Stimme.
… setzt die Propellermütze auf.
… analysiert Blondinenwitze.
… lebt und arbeitet in Berlin.
… ist auf dem richtigen Weg.
… weiß detailliert bescheid.
… fiel in eine Art Trance.
… macht's nicht besser.
… sagt spontan voraus.
… fotografiert Graffiti.
… entdeckte Bezüge.
… will beantworten.
… sammelt alles.
… kommt vorbei.
… hält Vorträge.
… sagt voraus.
… schreibt.
... erzählt.
… schrieb.
... wartet.
… erklärt.
… liest.
… sagt.


explains.
… really gets excited.
… really wants to know.
… organizes exhibitions.
… lectures on different subjects.
… is obsessed with many things.
… is always resorting to simplicity
.
… is driven by the demon of analogy.
… invented the Science of the Erratic.
… examines the erratic in everyday life.
… connects everything with everything else.
… has a reputation (of having created a new type of scientist).
… discovers disturbing hidden truth of odd psycho-geographic eruptions.
… founded the Institute for Erratic Science, where his new approach is practised and taught.



Sein ...

… Blick fiel auf ein Foto, das einen havarierten Hubschrauber zeigte.


Seine ...

… Wissenschaft hat viele Wurzeln.
… Thesen sind weitaus stichhaltiger.
… Introspektive ist hier zur Reife gelangt und schon aus zwei Gründen eine literarische Leistung.
… ansatzweise durchscheinende Paranoia wird durch die Mehrdeutigkeit der permutierenden Chiffren bedingt.


His ...

... style is instantly recognisable
... preacher-like voice fuses silliness and irony with a deep understanding of popular music culture



PI* timeline


Schon seit geraumer Zeit ...
... heute
... jetzt


PI* superlokal

… in obskuren Locations
… auf dem Gebiet der Hubschrauberforschung
… in Deutschland und den USA


PI* superdestinal

… nach San Fransisco
… in Berlin


Titel der PI*

Black Helicopter, Der rosarote Helikopter, Der Helikopter Hysteriker, Der Dubel und sein Double, Der Helikopter und sein Double, Der Schrauber der hebt, Rotierende Blätter, Das Donnern der Rotoren, Fürchtet die Verwirrung nicht, Rückschau und Vision, Ein Berliner Elvis geht zu Bolle, Die Subkultur beim Sommercamp, Eventpunkerinnen und Hubschrauberforscher, Voll am Rotieren, Bewusstseinszustand Psychopter, Im Helikopter über die Bilderflut, Die Sehnsucht nach dem Sehen, Drudeln, Underground Resistance, Linksdrehende Hakenkreuze, Beseelte Materie, Und die Maschine lebt doch, Deutscher Helikopterforscher in Wien, Daneben bei Nature, Kommt die Paranoia vom Kleckerlätzchen?


PI* cutout

Unter der Überschrift Und die Maschine lebt doch berichtet am 30. Januar 1999 die TAZ: "Wichtiger als Fakten sind Simulationen. Heinrich Dubel hat einen untrüglichen Sinn für die Abweichungen der jüngeren Geschichte und die Verirrungen der Popkultur." Der Artikel sympathetisiert mit seinem Gegenstand. So heißt es weiter: "Ob sich das alles auch wirklich so zugetragen hat, wie Dubels Recherchen Glauben machen, ist natürlich nicht erwiesen. Immerhin ist nicht die Welt der Fakten Forschungsgegenstand, sondern die der Simulation. Wichtig ist vor allem, dass die Ereignisse so hätten sein können, wie Dubel sie darstellt. Und für den unwahrscheinlichen Fall Fall, dass selbst der Möglichkeitssinn überfordert wäre, hat man es immer noch mit einer klasse Geschichte zu tun. Und mit einem begnadeten Geschichtenerzähler sowieso." Dubel ist noch: SNIPER-Betreiber, Ausstellungsmacher und Gründer des Erratik Instituts.

Einen Monat später, im Februar 1999, schreibt die Berliner Morgenpost unter Der Dubel und sein Double: "Heinrich Dubel ist eine Kunstfigur, die von ihrem Schöpfer nur dargestellt wird. Wer aber ist dieser Dubel, dessen Name nicht nur teuflisch nach Deubel, Duvel oder Düvel klingt, sondern auch an Double erinnert?" Die Lösung: "Die sonderbare Gestalt im Dreieck zwischen Wissenschaftler, Priester und Künstler bittet zu ausgefallenen Vortragsabenden." Dubel ist Gründer des Erratik Instituts.

Ein Jahr später, am 30. Januar 2000, schreibt der Berliner Tagespiegel unter Der rosarote Helikopter: "Wie der Berliner Barbetreiber Heinrich Dubel mit dem Hubschrauber ein neues Erkenntnissystem entdeckte." Dubel wird als Schriftsteller bezeichnet und in die Nähe von Deleuze/Guattari gerückt. Die forderten eine außeruniversitäre Wissenschaft. Fazit des Autors: Dubel hat mit der Erratik eben jene außeruniversitäre Wissenschaft geschaffen. Zudem wird Dubel eine message unterstellt, die klar wird, nämlich: "Wer außerhalb der Realität steht, kann diese irgendwann vor neue Ausgangslagen stellen."

"Das erste Element in der Hubschrauberforschung ist Heinrich Dubel selber. Er ist nie geboren worden, jedenfalls nicht an dem Ort und zu der Zeit, die in seiner Biographie angegeben werden." In der Süddeutschen vom 30. April 2000 heißt es dann unter Fürchtet die Verwirrung nicht weiter: "Kompromisslose Begeisterung und Lust am Thema sind für Dubel, was anderen Forschern normalerweise der wissenschaftliche Auftrag ist." Dubel wird als Experte für Verwirrung beschrieben, als großer und stattlicher Mann, der beredt und humorvoll ist, aber nicht schizophren, denn, so Dubel über Dubel: 'Ich habe ihn erfunden, um eine Figur zu schaffen, die durch die Vergangenheit unbelastet ist.'" Fazit der Autorin: "Ein Charakter, der zur Erforschung von Lüge und Täuschung taugt, darf vielleicht gar nicht existieren. Dubel klingt nicht zufällig wie Double."

Die Junge Welt und ihr Autor holen im März 2000 sehr gut aus: "Die Helikopter Hysterie ist ein romantisches Buch, es mythologisiert, romantisiert, poetisiert sein Objekt, den Hubschrauber, bis zur Unkenntlichkeit, und es verdoppelt sein Subjekt, den Autor Heinrich Dubel, bis zur Epiphanie. Wer zusammen mit Dubel den allgemeinen Text der Welt zu entziffern versucht, kann erfahren, wie ein diskursives Feld sich soweit allegorisiert und hysterisiert, bis es zu rotieren beginnt." Außerdem führt der Autor den "Dubelschen Dämon der Analogie" ein. Dubel wir kurz und bündig als Erratiker bezeichnet.

Die de:bug urteilt im Mai 2000 ebenfalls knapp: "Dubel hat mit ungespielter Begeisterung für das Objekt einen wunderbaren kleinen Lebenslauf vorgelegt."

Auf der Webseite der österreichischen ORF-Futurezone heißt es im Juli 2000: "Ist Dubel nur ein Double? Deutscher Hubschrauberforscher in Wien. Dubel gilt als führender Theoretiker der Erratik. Aber es kam zu einer Kontroverse. Kritiker wollen herausgefunden haben, dass hinter der Kunstfigur Dubel ein ehemaliger Punkmusiker steckt. Der Vortrag wird hoffentlich Klarheit bringen."

In der FAZ vom 7. November 2000 ist Dubel schlicht der "Helikopter-Hysteriker, dessen seltsame Passion ihm ein Leben im Dienste der Hubschrauberforschung beschert. Es ist nicht leicht, sich mit Dubel zu verabreden. Kann sein, dass der Mann einfach nur zu beschäftigt ist, doch gelingt es ihm, sich mit einer Atmosphäre des Konspirativen zu umgeben." Diese Verwirrungstaktik scheint zu klappen. Wie sonst erklären sich Sätze wie "Seinen massigen Körper umschlottert eine verwaschene Jeansjacke, die wachen Augen verstecken sich hinter getönten Brillengläsern" oder "Wenn Dubel über Dubel spricht, tut er dies stets in der dritten Person" oder "Er ist das Bindeglied zwischen Jakob Böhme und Erich von Däniken, zwischen Hugo Ball und Fox Moulder, zwischen Gilles Deleuze und Guy Debord" oder "Dubel ist das x in irgendeiner Gleichung" ?

Die SpiegelOnline-Überschrift am 9. November 2000 lautet Der Helikopter und sein Double. In dem Artikel wird Dubel die mit Abstand interessanteste Tätigkeit der Berliner Mitte-Subkultur zugewiesen, nämlich die des Hubschrauberforschers. Seine zum Beruf gewordene Berufung ist aus dem Schrecken geboren, der bei nahen Begegnungen mit potenziell schicksalhaften Momenten schnell entsteht und lange nachwirkt. Bedeutung und Wirkung seiner Arbeit (wachsendes Interesse an seiner Person und gut besuchte Veranstaltungen) werden so erklärt: "Wie wenige andere bringt Heinrich Dubel mit seiner Mischung aus Privatwissenschaft und Faszination am Ausnahmezustand ein Berlin auf den Punkt, das zwischen den Polen Spielzone (Tanja Dückers) und Terrordrom (Tim Staffel) seine Mitte sucht." Aber auch hier wird der Zweifel an Dubels Identität nicht verschwiegen: "Doch gibt es so jemanden wie Heinrich Dubel, dessen Nachname nicht zufällig wie Double klingt, eigentlich wirklich? Die Antwort lautet: ja und nein."

Einen Monat später, in der Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung vom 9. Dezember 2000, heißt es unter der Überschrift Im Helikopter über die Bilderflut: "Dubel nähert sich seinem flüchtigen Gegenstand mit der Ausdauer eines Grzimek oder Sielmann."

Am 19. Februar 2001 verwirrt sich die PI* Dubels dramatisch. Da heißt es auf der Telepolis-Webseite: "Die Hubschrauberfotografien des HANS Dubel erzählen von einer Sehnsucht, die deutlicher definiert ist als ihr Objekt, nämlich der Sehnsucht zum Sehen."

Am 11. Juni 2001 verbreitet die Frankfurter Rundschau, Heinrich Dubel sei "eine Art Vortragskünstler aus Berlin". Und: "Auch wenn wir es vorher nicht ahnten, Dubels Hubschrauberbilder sind interessanter als Dubel". Die Rezensentin hat bald genug, ahnt jedoch bereits, dass weder räumliche noch zeitliche Distanz ihre Erlebnisse vergessen lassen werden. Zumindest deutet ihr letzter Satz darauf hin: "Nie wieder wird man Hubschrauber denken, ohnen zugleich auch Hbschrauber zu denken."

Im November 2001 erscheint in der gleichen Zeitung der Artikel Helikopter Hysterie. Dubel ist hier "selbsternannter Multiforscher, der von Hubschraubern besessen ist. Trifft man Dubel zum ersten Mal, ist es, als öffne man einen überfüllten Hängeschrank. Alles fällt raus. Dubel referiert mit verdrehtem Körper. Acht bis zehn offenbar ähnlich abseitig orientierte Kollegen unterstützen Dubel bei seiner akribischen Arbeit. Wenig später ist Dubel ein anderer Mensch. Demonstrativ distinguiert wie mit gedrosseltem Triebwerk steht er im Vortragssaal des Hessischen Landesmuseums und doziert zum Thema Strategien und Taktiken für Kunst und soziale Praxis. Der Mann, der sich Dubel nennt, ist eine multiple Persönlichkeit, oder gibt dies vielleicht auch nur vor."


PI* cutup (GO)

Signifikante Feststellungen, Behauptungen oder Schlussfolgerungen neu zusammengestellt und abgemischt:

Heinrich Dubel sieht das ganz anders. Unterstreicht seine Forschungsergebnisse. Trägt auf den meisten seiner Wegen eine Kamera bei sich. Manchmal hat er aber auch Glück. Etwa da taucht Dubel auf. Dubels Hubschrauber Bilder sind interessanter als Dubel. Er pflegt die mit Abstand interessanteste Tätigkeit. Er berichtet. Er hat einen Charakter generiert, der dazu passt. Er schildert seine Beobachtungen vor der Kamera. Eine Menge Menschen würden schwören, dass es Heinrich Dubel gibt und sie ihn sogar kennen. Er hielt sich zu „Forschungszwecken“ in New York auf. Dubel sagt gerne solche Sätze. Dubel findet überall Muster. Dubel stellt nicht die zu beweisende oder zu widerlegende These an den Anfang, sondern an das Ende seiner Forschung. Dubels message wird klar. Dubel antwortet auf die Frage, inwiefern der verschwörungstheoretische Unterton seiner Texte Untersuchungsmethode sei. Heinrich Dubel ist nie geboren worden. Dubel zitiert Leonardo da Vinci und Carl Gustav Jung. Dubel ist amüsant. Er bezieht alles mit ein. Dubel lässt Bilder in die Wissenschaft fließen. Er ist besessen. Er ist hysterisch. Er ist konsequent. Für Dubel ist der Hubschrauber Symbol menschlicher Entgrenzung, des menschlichen Erkenntnisvermögens schlechthin. Heinrich Dubel fällt in eine Art Trance. Er blickt unwillkürlich zum Himmel. Er bestellt ein Glas Wasser. Mehr möchte er eigentlich nicht erzählen. Es geht ihm um die großen, letzten Fragen. Er hortet Videoaufnahmen. Dubels Wissenschaft hat viele Wurzeln. Dubel kann auf Anhieb dreißig Musikvideos nennen. Heinrich Dubel steigt auf sein Fahrrad. Dubel spricht schnell und versiert. Wenig später ist er ein anderer Mensch. Wie zufällig ist er wieder beim Hubschrauber gelandet. Hellwach muss man sein, wenn man es mit Heinrich Dubel zu tun hat. Dubel hält das für möglich. Er ist stolz darauf. Dubel hat mitgezählt.


> Fake PI* (GO GO) – Die Zeit, 27. März 2002


> unbekannter Dubel


> Eine Filmrezension ist Heinrich Dubel gewidmet.


> Heinrich Dubel von Hohenstein


– Seltsames Poster






– Gästebucheintrag nach einem Vortrag Heinrich Dubels im Kunstverein Die Brücke zu Köln am 18. September 2009 zum Thema: > Schultheiss-Komplex – Frühe Versuche ergebnisorientierten Arbeitens.



Der Spiegel schreibt über den Bericht Heinrich Dubels von einem Celine-Dion-Konzert, der in der Taz erschienen ist.

Die Tageszeitung, 14.06.2008

Heinrich Dubel war am Donnerstag einer von 16.000 beim Konzert von Celine Dion, über das er, in erster Linie mit dem Phänomen Dion befasst, eigentlich gar nichts mitzuteilen hat außer Nebenbeobachtungen wie diese: "Seit vor einer dreiviertel Stunde der Support Act unter respektablem Applaus die Bühne verlassen hat, rollt alle paar Minuten La Ola, dazwischen wird rhythmisch geklatscht. Es ist surreal. 8.000 Paare im Alter von 35 Jahren aufwärts springen von ihren Sitzen hoch und schreien, kreischen und quietschen, als seien sie Teenager."


Der Spiegel berichtet über die bevorstehende Teilnahme Heinrich Dubels an der Bartweltmeisterschaft, die im Jahr Oktober 2005 in Berlin ausgetragen wurde.

"Herrn Heinrich Dubel persönlich danken wir die Information, dass seiner Teilnahme an der ersten in Berlin ausgerichteten Bartweltmeisterschaft an diesem Samstag von 10 Uhr (Vorjury) bis 20.30 Uhr (Siegerehrung) auf den Tegeler-See-Terrassen, Greenwichpromenade/Wilkestraße 1, nichts im Wege stehe. 'Ich trete in der Kategorie Schnauz- und Backenbart Freestyle an. Das ist kein Scherz.' Die Teilnahme erfolge als 'Bart-Amateur', da Herr Dubel keinem Bartverein angehört. Mit einem Preis rechne er nicht, da er erst vor Jahresfrist mit der Pflege des Gesichtsschmuckes begann. Man kann nicht früh genug anfangen."


The Wire Magazine, Knut Aufermann, October 2010

"This was also the first time I had heard of Heinrich Dubel, aka DJ Officer, Officer, one of Reboot’s favourite programme makers, whose existence I doubted until he turned up in person at a concert two years later. His style is instantly recognisable: his preacher-like voice fuses silliness and irony with a deep understanding of popular music culture."
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